„Warnung!

Geschichte kann zu Einsichten führen und verursacht Bewusstsein“

Ausgangslage

Unsere plurale, sich stets wandelnde und komplexer werdende Welt fordert einen Geschichtsunterricht, der mehr ist als das Pauken von Faktenwissen. Unter Geschichtsdidaktikerinnen und -didaktikern in westlich geprägten Demokratien herrscht weitgehend Konsens darüber, dass im Geschichtsunterricht vielmehr grundsätzliche Einsichten in historische Denkweisen und Methoden historischer Erkenntnis vermittelt werden sollen. Kompetenzorientierter Geschichtsunterricht zielt daher weder auf die Verordnung einer allgemein gültigen Sicht auf die Vergangenheit ab noch auf die einer einzigen wahren Geschichte, die von den Lernenden auswendig gelernt und bei Bedarf reproduziert wird. Sondern der Geschichtsunterricht in demokratischen Staaten soll die Lernenden dazu befähigen, mit den vielfältigen Geschichtsdeutungen reflektiert und (selbst-)reflexiv umgehen zu können um orientierungs- und identitätsstiftend zu wirken. Wie gut dies gelingt, ist bisher nicht bekannt. An großen empirischen Studien wie zum Beispiel PISA war das Fach Geschichte bisher nicht beteiligt, nicht zuletzt deshalb, weil systematische Untersuchungen über die Erfassung historischer Kompetenzen mit einem standardisierten Test bislang fehlen. Hier setzt das HiTCH-Projekt an.

Themen-schwerpunkte

des Konsortiums sind:

  • Neu- und Weiterentwicklung der Aufgaben
  • Fortführung von Validitätsstudien
  • Adressierung weiterer Zielgruppen (z.B. Lehramtsstudierende)
  • Identifikation von „Kompetenzstufen“ bzw. Niveaus historischen Denkens
  • Internationalisierung des HiTCH-Tests
  • Einsatz in vergleichenden Schulleistungsstudien
  • Einsatz in Interventionsstudien

Das HiTCH-Instrument kann auch von Forschenden außerhalb des Konsortiums eingesetzt werden, die beispielsweise die Wirksamkeit von Unterrichtssettings auf die Kompetenzentwicklung von Schülerinnen und Schülern untersuchen.